Das Leben des Brian

Es war lange klar, dass ich nach Monastir musste, weil:
  1. Hier wurde das Leben des Brian gefilmt
  2. Liegt hier der verehrte Habib Bourghuiba in einem Mausoleum begraben
Um Euch aber nicht wieder mit einem kilometerlangen Text zu langweilen, kommen jetzt viele Fotos. Das mögen alle gerne.
Vorher aber noch ein Paar Eindrücke meiner Übernachtungsstelle in Hammamet, dem Hotel Samaris:


Nach Monastir war es nicht so weit. Das hier ist also der Ribat von Monastir. Eine sehr gut restaurierte Verteidigungsanlage aus dem 8. Jh.



Und eine Koranschule/Moschee davor

 In das Mausoleum von Habib Bourgouiba musste ich auch rein.



Da liegt er nun:

Nachmittags auf den Markt:



Und Kunst gesehen,
 Viel Kaffee getrunken

Geschlafen habe ich im Yachthafen. Am nächsten Morgen bin ich sehr früh los und bin die gesamte Strecke bis auf die Insel Djerba in einem Stück gefahren.

Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt, könnt ihr wieder mitfahren und sehen, wie das hier so aussieht.




Eigentlich wollte ich in Sfax Station machen und übernachten. Dann habe ich aber unterwegs einen Anhalter mitgenommen. Der war Polizist und sein Peterwagen war wohl in der Werkstatt. Weil er so nett war habe ich ihm ein Bier angeboten, und dann ein zweites und ein drittes. Das waren alle Weißbiere, die ich noch im Lidl in Sizilien eingekauft hatte. Er war in der Folge sehr lustig und fragte, warum ich denn kein Bier trinken würde, als Deutscher. Ich habe ihm dann zuerst gesagt, dass ich das nicht machen würde wenn ich Auto fahre. Das konnte er nicht verstehen. Als ich ihm dann die Wahrheit sagen musste, nämlich dass ich ihm mein ganzes Bier aus purer Gastfreundschaft trinken ließe, hat er es verstanden und sich bedankt. So waren wir sehr schnell an der Fährstelle, denn sicher seinetwegen musste ich kein einziges Mal an den zahlreichen Polizeikontrollen anhalten, und nur, wenn er pinkeln musste. Offensichtlich kannten die den alle und haben uns immer durchgewunken.

Abends war ich dann auf Djerba und habe in Houmt Souk an einer alten spanischen Burg aus dem 13. Jh. geschlafen. Morgens sah das so aus:

Nach den Spaniern waren hier die Ottomanen, die ihnen das weggenommen haben, und vor den Spaniern die Römer natürlich. Die waren ja wohl überall. Jetzt bin ich da.



Heute Nacht schlafe etwas weiter entfernt an einer anderen Stelle am Strand. Da ist eine kleine Strandbar, und ich habe gerade eine ganz frische Dorade mit Salat, Fritten und Nudeln gegessen. Dazu eine Flasche Wasser. Bier gibt es nur alkoholfrei, und das mag ich gar nicht. Dann schon lieber Wasser. 

Die Katzen haben die Reste vom Fisch abbekommen und waren deswegen sehr lieb zu mir.

An der Strandbar saßen auch ein paar Deutsche, die schon einige Woche hier sind und alles über die Tunesier wissen. Jetzt weiß ich es auch und bin also gewarnt. Also habe ich mich gleich zu einem Franzosen gesetzt und da waren sie still, weil sie nicht mitreden konnten. Dann hat sich noch ein Tunesier am Strand festgefahren, der da eine Schau machen wollte. Dem habe ich mit meinem Bundeswehrspaten und Luftablassen geholfen, damit er wieder frei kam. Er wusste gar nicht, wie man das macht. Zum Glück hatte ich auch eine Luftpumpe dabei, damit er später wieder den richtigen Luftdruck auf die Reifen bekam. Ich habe aber keine Fotos gemacht, weil er sich sowieso schon genug geschämt hat.
Übrigens gibt es hier Liebestourismus. Da stapften heute mehrere Pärchen ganz verträumt Hand in Hand über den Strand. Der Tunesier war stets sehr schön und jung. Die Frauen an deren Seite ähnelten ganz den Männern, die wegen der Einsamkeit nach Asien reisen, um sich dort tragisch zu verlieben.

Kommentare

  1. Hallo Pauli, danke, wie schön so etwas teilhaben zu dürfen :-) Ach ja Daggi

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  2. Ja, danke dir Daggi,
    ich freue mich, jetzt weiß ich auch, wer hier immer so lieb kommentiert...

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