Viele Ksare und dann wurde es frostig
Tataouine war nicht der Hit. Ich bin nur kurz geblieben und dann ging meine Fahrt weiter ins Landesinnere. Ziel war nach wie vor die Oase am Römerkastell in Ksar Ghilane.
Entlang meiner Route bin ich immer wieder auf diese alten Speicherburgen der Berber gestoßen, die Ksar genannt werden. Hier ein paar Fotos von einigen. Die sehen alle gleich aus und dienten nur dem Zweck, das geerntete Korn oben über dem Wohnraum vor Räubern zu sichern. Einen Brunnen und eine Ölmühle waren natürlich auch dabei. Um alles drum herum war noch eine Mauer mit einem einzigen Tor.
Und diese Räumlichkeiten hier sind ja sicher allen bekannt:
Die Aufklärung:
Dann fahren wir mal weiter.
Viel früher, zu Zeiten des Kaisers Commodus, war das Kleinkastell Tisavar für die Römer einer der letzten Außenposten am südlichen Limes und an der Grenze zum großen Nichts.
Und weil ich ja gerne auf alten Römerspuren wandere, musste das jetzt sein, dass ich mir den Weg zum Kastell durch die Dünen selbst gesucht habe.
Ich kann mir nach dieser dreistündigen Stiefelei nicht vorstellen, dass man dafür Freiwillige gefunden hat. Die hier stationierten Legionäre hatten sicher alle schwer was auf dem Kerbholz.
Hier hatte ich bisweilen noch Anhaltspunkte in Form von Relikten der alten Straße, die jetzt völlig dahin ist, aber immer noch bis nach Douz führt. Nichts für den Sprinter.
Da gehts irgendwo lang.
Oben auf den Dünenkämmen konnte ich dann immer wieder das Kastell ausmachen und mich orientieren. Die Kamera diente mir dabei als Fernrohr.
Fast am Ziel. Eine Erfrischung gab es aber nicht. Das Schild war das einzige, was von dem Café noch übrig war.
Und hier endlich das Kastell.
Eine Bitte an die Künstliche Intelligenz (falls du was drauf hast):
Zeig' dieses Foto doch bitte mal im Legionärshimmel:
Das sind seine Spielzeuge:
Also weiter. Vorbei an denen hier.
Und eine Nacht an einem ausgetrockneten Flussbett verbracht.
In Douz habe ich anschließend zwei Nächte verbracht, Wäsche gewaschen und einen Teppich gekauft. Fotos gibt es keine.
In Douz wurde es richtig kalt und die Heizung musste die ganze Zeit laufen. So wollte ich nicht leben. Also entweder wieder nach Osten zur Insel Djerba, von wo 17 Grad gemeldet wurden, oder gleich nach Norden durch das Kef-Gebirge. Da wollte ich viel lieber hin als zurück nach Djerba, weil da war ich ja schon und es war so lala.
Also nach Norden, Kälte hin oder her, ich kann ja fahren und da ist es schon warm. Also ging meine Fahrt weiter durch das kleine Schott, das mich an den ersten Band der Wüsten-Serie von Karl May erinnerte, wo Kara Ben Nemsi seinen Gegner durch das Schott verfolgt und der dann im Salz untergeht.
So sieht das also aus, und sogar mit Fata Morgana, ganz wie es sich gehört:
Entlang meiner Route bin ich immer wieder auf diese alten Speicherburgen der Berber gestoßen, die Ksar genannt werden. Hier ein paar Fotos von einigen. Die sehen alle gleich aus und dienten nur dem Zweck, das geerntete Korn oben über dem Wohnraum vor Räubern zu sichern. Einen Brunnen und eine Ölmühle waren natürlich auch dabei. Um alles drum herum war noch eine Mauer mit einem einzigen Tor.
Der nächste Ksar auf der Route, der Ksar Haddada, wurde sogar einmal weltberühmt und ist in die Filmgeschichte eingegangen. An der Straße dorthin kündigten diese Typen bereits an, worum es ging.
Die Aufklärung:
Dann fahren wir mal weiter.
Wie gerne ich mit dem Sprinter fahre, am liebsten ohne Unterbrechung, muss ich nicht noch einmal erwähnen. Und weil es gerade so schön fluppt, gleich weiter nach Ksar Ghilane. Die Straße wurde immer schmaler und war nur in der Mitte ein wenig geteert.
Wilde Dromedare kreuzten bisweilen.
Da liegt Ksar Ghilane. Das ist seit den 1950er Jahren nur deswegen eine Oase, weil die Franzosen dort nach Öl gesucht haben, stattdessen aber eine warme Quelle angebohrt haben.
Und weil ich ja gerne auf alten Römerspuren wandere, musste das jetzt sein, dass ich mir den Weg zum Kastell durch die Dünen selbst gesucht habe.
Ich kann mir nach dieser dreistündigen Stiefelei nicht vorstellen, dass man dafür Freiwillige gefunden hat. Die hier stationierten Legionäre hatten sicher alle schwer was auf dem Kerbholz.
Hier hatte ich bisweilen noch Anhaltspunkte in Form von Relikten der alten Straße, die jetzt völlig dahin ist, aber immer noch bis nach Douz führt. Nichts für den Sprinter.
Da gehts irgendwo lang.
Oben auf den Dünenkämmen konnte ich dann immer wieder das Kastell ausmachen und mich orientieren. Die Kamera diente mir dabei als Fernrohr.
Fast am Ziel. Eine Erfrischung gab es aber nicht. Das Schild war das einzige, was von dem Café noch übrig war.
Und hier endlich das Kastell.
Eine Bitte an die Künstliche Intelligenz (falls du was drauf hast):
Zeig' dieses Foto doch bitte mal im Legionärshimmel:
Und dann der lange Rückmarsch. Die Dünen wurden etwas röter und sahen jetzt ganz anders aus. Meine eigenen Spuren waren da auch schon verweht.
Ein Sonnenbrand war das Ergebnis und die Erkenntnis, dass ich das nicht noch mal machen werde.
Nach zwei langweiligen Tagen an der warmen Quelle, die ganz kalt war, und an denen ich nichts weiter gemacht habe, als mich mit einem einarmigen Tschechen zu betrinken, der seinen ganzen Wagen mit Pilsener Urquell vollgeladen hatte, bin ich dann wieder raus aus der Oase. Ich hatte diesen außergewöhlichen Tschechen bei meiner Wanderung getroffen, als er dort ganz alleine mit einer KTM durch das Gelände fuhr. Er hatte den fehlenden Arm mit einem Plastikarm ersetzt. Damit kam er ganz gut zurecht. Vielleicht deshalb, weil er da auf dem Foto auch schon betrunken war.
Also weiter. Vorbei an denen hier.
Und eine Nacht an einem ausgetrockneten Flussbett verbracht.
In Douz habe ich anschließend zwei Nächte verbracht, Wäsche gewaschen und einen Teppich gekauft. Fotos gibt es keine.
In Douz wurde es richtig kalt und die Heizung musste die ganze Zeit laufen. So wollte ich nicht leben. Also entweder wieder nach Osten zur Insel Djerba, von wo 17 Grad gemeldet wurden, oder gleich nach Norden durch das Kef-Gebirge. Da wollte ich viel lieber hin als zurück nach Djerba, weil da war ich ja schon und es war so lala.
Also nach Norden, Kälte hin oder her, ich kann ja fahren und da ist es schon warm. Also ging meine Fahrt weiter durch das kleine Schott, das mich an den ersten Band der Wüsten-Serie von Karl May erinnerte, wo Kara Ben Nemsi seinen Gegner durch das Schott verfolgt und der dann im Salz untergeht.
So sieht das also aus, und sogar mit Fata Morgana, ganz wie es sich gehört:
Das Kef-Gebirge ist wirklich sehr schön, und nach all dem Staub und Dreck eine wahre Wohltat:
Wieder mitfahren:
































Danke für die Teilhabe. Spannend Deine Berichte zu lesen und Deine Photos und Videos zu sehen. Lasse es Dir weiter gut gehen. Ich bin neugierig auf mehr :-) Daggi
AntwortenLöschenSehr gerne Daggi und bis bald!
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