Tabarka

Ich habe die Nacht zu Neujahr in Tabarka geschlafen, einem kleinen Fischerort am Mittelmeer. Das ging sehr gut, denn 15Km von der algerischen Grenze entfernt mag man hier keine Böller. Nur Berbergetute. Da kann man aber gut bei einschlafen.
Am Neujahrsmorgen gab es den traditionellen Spaziergang, zur vorgelagerten Insel Tabarka mit der ottomanischen Festung darauf, die noch recht gut in Schuss ist.


Diese Ecke ist nicht mehr so gut.

Schroffe Schönheit:

Phönizier, Römer, Vandalen, Spanier, Franzosen und Türken, alle wollten diese Insel besitzen und die Korallen ihren jeweiligen Touristen verkaufen.

Dieser Feind hat aber letztendlich gewonnen.

Hier stehen die letzten Besitzer des einstmals heiß umkämpften Ortes Schlange vor dem Monoprix, dessen Regale immer gut mit Stoff gefüllt sind:

Man trinkt aber auch gerne Wasser und legt die Flaschen dann hier ab. Für später.

Früher gab es hier auch Verbrecher. Heute aber nicht mehr.

Ich habe die Polizei gefragt, ob ich am Hafen stehen darf, und die haben nichts dagegen gehabt. Ich musste nur meinen Pass vorzeigen und den hat einer ins Arabische übersetzt.
Des Nachts schauen sie ab und zu vorbei und fragen, ob es mir noch gut geht. Klar, immer. Die sind super nett und wollen alles Mögliche von mir wissen. Und wo es jetzt ja keine Verbrecher mehr gibt, haben sie mich jetzt zum betüddeln.

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