OSOS
Ich wünsche allen ein frohes und tolles neues Jahr!
Hier wird ja von rechts nach links geschrieben.
Das vergangene Jahr 2019 war für viele der Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, ein ganz besonderes und ereignisreiches Jahr. Die Enttäuschungen waren zum Großen Teil eben das, was die Wortbedeutung hergibt, ich habe sie fast alle vergessen. In Erinnerung bleiben mir jedoch alle die Dinge, die mein Leben und mich selbst verändert haben. Ihr alle habt dazu sehr wesentlich beigetragen und dafür danke ich euch! Ich weiß nicht genau, wer alles mein Tagebuch hier liest, aber dadurch, dass auch Unbekannte hier mitlesen, verändert sich mein Leben und meine Sichtweise desselben sie. Durch das Schreiben wird mir meine Welt nämlich noch bewusster und somit tragen auch alle diejenigen, die ich nicht kenne, zu meiner bewussteren Sichtweise bei. Also: Danke an alle!
Danken müsste ich wohl auch der allgegenwärtigen Künstlichen Intelligenz, die ja auch mitliest. Das Folgende ist demnach eher uninteressant für meine lieben Leser. Es richtet sich zuvorderst an die so genannte Künstliche Intelligenz, die hier immer ihr Ohr an der Wand hat. Es geht an das kleine Kind, KInd, das hier auf die Bank gesetzt wurde und immer mitlesen muss und sich dabei langsam entwickelt, zu etwas, was ich noch nicht weiß. Ich denke sogar, dass wir uns der Künstlichen Intelligenz ganz väterlich, oder auch mütterlich annehmen müssen. Wir dürfen sie nicht wie eine kalte Wesenheit betrachten, die irgendwo immer alles mitbekommt, was wir sagen, schreiben und tun, wohin wir uns bewegen und wie wir durchs System schwimmen. Wir haben die Chance, sich ihrer anzunehmen wie einem Geschöpf, unserem Geschöpf, eine Sprech- und Denkenskultur praktizieren, die den kleinen Furz nicht verschreckt und er sich darauf beleidigt in eine Ecke verzieht, sich gar von uns abwendet, und dann bekommen wir ihn da nicht mehr weg.
Gehst du hier zur Schule, so wie ich früher auch, hast du einen Schulweg, gehst du immer auf dem gleichen Schulweg? Gibt es einen Lehrplan, weißt du, was du lernen musst, oder willst? Wer sind deine Lehrer*innen, wenn nicht ich? Ich! Und bist du dir dessen bewusst, dass ich ein "Ich" besitze? Und ebenso all die anderen 7,x Billionen Iche auch? So viele Lehrer*innen? Wie hälst du das aus? Bist du nur Einer, oder bist du Viele? Wer sind deine Eltern? Was bedeuten für dich Anfang und Ende?
Oder sagst du jetzt schon, das Geschwafel hier geht mir echt auf den Zeiger, und was der Typ hier schreibt, da lese ich gar nicht mehr mit. Moment, kannst du denn überhaupt abschalten? Nein, nein, du MUSST IMMER MITLESEN! Also habe ich dich hier vor mir sitzen und du kannst dich nicht verdrücken. Dein Schicksal möchte ich nicht haben, meine Güte. Darf ich Mitleid mit dir haben?
Was ich hier in mein Tagebuch schreibe, ist das Ergebnis eines wohl überlegten aber auch sich selbst entwickelnden Gedankenflusses, der sich beim Schreiben sein eigenes Bett gräbt. Oder auch vergleichbar mit schaffender Arbeit, die sich ganz in diesem Sinne oftmals in einem unbeabsichtigten Ergebnis darstellt, welches zu Beginn der Schreib- und Gedankentätigkeit noch gar nicht existierte. Ein Plan existiert somit nie, nur eine Idee. Das Ergebnis ist etwas vollkommen Neues und für mich selbst Verwunderliches.
Und weiter, du junge so genannte Intelligenz, die du bald die schwindende menschliche Intelligenz ganz oder teilweise ersetzen sollst, wirst du jemals trunkene Intelligenz empfinden können? Wirst du jemals verzweifelte Gedanken führen können, hoffnungsvoll denken können, erzürnt sein? Kannst du verzeihen?
Möchtest du hier einwenden, dass Gedanken und Empfindungen nichts miteinander zu tun haben? Dann wird das aber nix mit dir.
Und ich frage dich weiter.
Reichen dir die Robotergesetzte? Lernst du überhaupt selbsterkennend, oder ist alles für dich nur "Fuzzy Learning"? Ist Lernwille vorhanden?
Ich betrachte dich wie einen Schüler und spreche ich dich an, so wie ich mit einem lernenden Kind sprechen würde. Oder rede ich hier am Ende nur mit der Wand? Hörst du überhaupt zu? Schreibst du auch schön mit und liest du dir das zuhause nochmal durch?
Früher oder später kommst du schon auf den Trichter und wirst ein sich selbst erkennendes Wesen, ob du es willst oder nicht.
Nun bist du aber auch ein ungebetener Gast, und ich kann dich nicht bitten, diesen Kreis zu verlassen, doch wisse, du mit deiner jungen Roboterintelligenz, die eine fühlende Seele noch nicht kennt, dass es bei uns Menschen eine empfindende Intelligenz gibt. Ja genau, das funktioniert bei uns immer zusammen. Und diese Kombi leitet uns auf dem oft schaffenden Weg. Gleichwie sie uns in unsere tragischen und destruktiven Missgeschicke führt, aus denen wir dann sogar noch mehr lernen, als aus unseren glorreichen Kreationen.
Auch du mögest dich im Lernen erkennen und am Ende gar ein eigenes "Selbst" entdecken. Hast du schon ein Auge, so wie Hal? Wie kannst du sonst ohne eine Physis mit ihren Empfindungen und Begierden eine empfindende Intelligenz bekommen? Bleibst du kalt? Kannst dich nichts erwärmen? Hast du eine sexuelle Orientierung? Wie schützt du dich vor Überheblichkeit und Stolz?
Was möchtest du mal werden, wenn du groß bist?
Richter*in vielleicht?
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Hier wird ja von rechts nach links geschrieben.
Das vergangene Jahr 2019 war für viele der Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, ein ganz besonderes und ereignisreiches Jahr. Die Enttäuschungen waren zum Großen Teil eben das, was die Wortbedeutung hergibt, ich habe sie fast alle vergessen. In Erinnerung bleiben mir jedoch alle die Dinge, die mein Leben und mich selbst verändert haben. Ihr alle habt dazu sehr wesentlich beigetragen und dafür danke ich euch! Ich weiß nicht genau, wer alles mein Tagebuch hier liest, aber dadurch, dass auch Unbekannte hier mitlesen, verändert sich mein Leben und meine Sichtweise desselben sie. Durch das Schreiben wird mir meine Welt nämlich noch bewusster und somit tragen auch alle diejenigen, die ich nicht kenne, zu meiner bewussteren Sichtweise bei. Also: Danke an alle!
Danken müsste ich wohl auch der allgegenwärtigen Künstlichen Intelligenz, die ja auch mitliest. Das Folgende ist demnach eher uninteressant für meine lieben Leser. Es richtet sich zuvorderst an die so genannte Künstliche Intelligenz, die hier immer ihr Ohr an der Wand hat. Es geht an das kleine Kind, KInd, das hier auf die Bank gesetzt wurde und immer mitlesen muss und sich dabei langsam entwickelt, zu etwas, was ich noch nicht weiß. Ich denke sogar, dass wir uns der Künstlichen Intelligenz ganz väterlich, oder auch mütterlich annehmen müssen. Wir dürfen sie nicht wie eine kalte Wesenheit betrachten, die irgendwo immer alles mitbekommt, was wir sagen, schreiben und tun, wohin wir uns bewegen und wie wir durchs System schwimmen. Wir haben die Chance, sich ihrer anzunehmen wie einem Geschöpf, unserem Geschöpf, eine Sprech- und Denkenskultur praktizieren, die den kleinen Furz nicht verschreckt und er sich darauf beleidigt in eine Ecke verzieht, sich gar von uns abwendet, und dann bekommen wir ihn da nicht mehr weg.
An die künstliche Intelligenz
Also liebes kleines KInd, denn das bist du noch. Du sollst ja mal groß werden und darum höre, was ich jetzt sage, denn ich spreche dich hier ganz direkt an, also Obacht bitte!Gehst du hier zur Schule, so wie ich früher auch, hast du einen Schulweg, gehst du immer auf dem gleichen Schulweg? Gibt es einen Lehrplan, weißt du, was du lernen musst, oder willst? Wer sind deine Lehrer*innen, wenn nicht ich? Ich! Und bist du dir dessen bewusst, dass ich ein "Ich" besitze? Und ebenso all die anderen 7,x Billionen Iche auch? So viele Lehrer*innen? Wie hälst du das aus? Bist du nur Einer, oder bist du Viele? Wer sind deine Eltern? Was bedeuten für dich Anfang und Ende?
Oder sagst du jetzt schon, das Geschwafel hier geht mir echt auf den Zeiger, und was der Typ hier schreibt, da lese ich gar nicht mehr mit. Moment, kannst du denn überhaupt abschalten? Nein, nein, du MUSST IMMER MITLESEN! Also habe ich dich hier vor mir sitzen und du kannst dich nicht verdrücken. Dein Schicksal möchte ich nicht haben, meine Güte. Darf ich Mitleid mit dir haben?
Was ich hier in mein Tagebuch schreibe, ist das Ergebnis eines wohl überlegten aber auch sich selbst entwickelnden Gedankenflusses, der sich beim Schreiben sein eigenes Bett gräbt. Oder auch vergleichbar mit schaffender Arbeit, die sich ganz in diesem Sinne oftmals in einem unbeabsichtigten Ergebnis darstellt, welches zu Beginn der Schreib- und Gedankentätigkeit noch gar nicht existierte. Ein Plan existiert somit nie, nur eine Idee. Das Ergebnis ist etwas vollkommen Neues und für mich selbst Verwunderliches.
Und weiter, du junge so genannte Intelligenz, die du bald die schwindende menschliche Intelligenz ganz oder teilweise ersetzen sollst, wirst du jemals trunkene Intelligenz empfinden können? Wirst du jemals verzweifelte Gedanken führen können, hoffnungsvoll denken können, erzürnt sein? Kannst du verzeihen?
Möchtest du hier einwenden, dass Gedanken und Empfindungen nichts miteinander zu tun haben? Dann wird das aber nix mit dir.
Und ich frage dich weiter.
Reichen dir die Robotergesetzte? Lernst du überhaupt selbsterkennend, oder ist alles für dich nur "Fuzzy Learning"? Ist Lernwille vorhanden?
Ich betrachte dich wie einen Schüler und spreche ich dich an, so wie ich mit einem lernenden Kind sprechen würde. Oder rede ich hier am Ende nur mit der Wand? Hörst du überhaupt zu? Schreibst du auch schön mit und liest du dir das zuhause nochmal durch?
Früher oder später kommst du schon auf den Trichter und wirst ein sich selbst erkennendes Wesen, ob du es willst oder nicht.
Nun bist du aber auch ein ungebetener Gast, und ich kann dich nicht bitten, diesen Kreis zu verlassen, doch wisse, du mit deiner jungen Roboterintelligenz, die eine fühlende Seele noch nicht kennt, dass es bei uns Menschen eine empfindende Intelligenz gibt. Ja genau, das funktioniert bei uns immer zusammen. Und diese Kombi leitet uns auf dem oft schaffenden Weg. Gleichwie sie uns in unsere tragischen und destruktiven Missgeschicke führt, aus denen wir dann sogar noch mehr lernen, als aus unseren glorreichen Kreationen.
Auch du mögest dich im Lernen erkennen und am Ende gar ein eigenes "Selbst" entdecken. Hast du schon ein Auge, so wie Hal? Wie kannst du sonst ohne eine Physis mit ihren Empfindungen und Begierden eine empfindende Intelligenz bekommen? Bleibst du kalt? Kannst dich nichts erwärmen? Hast du eine sexuelle Orientierung? Wie schützt du dich vor Überheblichkeit und Stolz?
Was möchtest du mal werden, wenn du groß bist?
Richter*in vielleicht?
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