Zurück von der Saalburg

Ich bin wieder daheim, nach einer weiteren Station bei den Römern.
Interessant an der Saalburg ist die erste Befestigungsanlage, die ca. 80 nach Christus angelegt wurde. Das waren im Grunde nur ein paar niedrige Erdwälle mit Zelten darin, als erste Bastion zum Schutz des ersten Limes, der auch nicht viel mehr war als ein Erdwall, mit ein paar angespitzten Latten obendrauf.
Offenbar hatten die Römer zunächst nicht viel Respekt vor den Waldbewohnern mit ihren stumpfen Äxten.
Das Castell hatte dann mehrere Generationen von Bauten, die stetig besser wurden. Zum Schluss ein feines Städtchen mit Kleinindustrie und Handel drum herum.

Das fanden die Germanen irgendwann langweilig und haben ihre Blondinen wieder da raus geholt. Die waren inzwischen schick angezogen und haben das sicherlich nicht so toll gefunden, denn ein Mittvierziger mit Pensionsanspruch und kultiviertem Benehmen war schon angenehmer im Umgang.
Nicht zu vergessen die vielen Parties mit tollen Drinks und unzüchtigen Gästen.
Zudem gingen die Kinder schon auf die höhere Schule und sprachen mehrere Sprachen.
Die popelige Verwandtschaft aus dem Wald war da eher peinlich.
Aber was hat es genutzt. Rom war lange nicht mehr das, was es einmal war und die Probleme daheim zwangen diese illustre Gesellschaft wieder zurück über die Alpen oder ins feuchte Grab im Wald.

Interessant war eine kleine Ausstellung in der Saalburg, die sich der Entwicklung von Toiletten widmete.
Diese Trockentrenntoiletten hier fand ich besonders schick:


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